Samstag, 23. Oktober 2010

Söldnerhumor


"Er ist gerade aus einem Fenster im dritten Stock gefallen und in den sicheren Untergang gestürzt. [...] Natürlich überlebt er das!"

Jeder Bücherwurm kennt wohl das Gefühl, wenn er sich irgendwo mit einem guten Buch eingekuschelt hat und die Seiten nur so verfliegen. Man will unbedingt wissen, was passiert. Gleichzeitig will man aber auch nicht, dass das Buch endet. Dieses Gefühl habe ich trotz guter Bücher nur sehr selten. Es ist das, was ich bei Brandon Sandersons „Sturmklänge“ gefühlt habe.

In Hallandren, dem Reich des unsterblichen Gottkönigs, kehren die gefallenen Helden als Götter zurück. Ausgestattet mit den magischen Kräften der Farben und der Lebenshauche der Menschen herrschen sie über das Land.
Die junge Prinzessin Siri wird mit dem Gottkönig vermählt und lernt nun die fremdartige Welt der Unsterblichen kennen. Dabei stößt sie schon bald auf ein dunkles Geheimnis – denn einer der Götter hat ganz eigene, tödliche Pläne ...


Das Buch erzählt die Geschichte zweier Königreiche, die sich seit Jahrzehnten am Rande eines Krieges befinden. Verzweifelt und in dem Bewusstsein, einen Krieg nicht gewinnen zu können, sendet der König des kleinen Reiches Idris seine jüngste Tochter Siri nach T’Telir, der Hauptstadt Hallandrens, damit sie die Frau des Gottkönigs wird. Entschlossen, sie vor diesem Schicksal zu retten, macht ihre ältere Schwester Vivenna sich auf den Weg nach Hallandren.
Im Buch werden die Geschichten der beiden Prinzessinnen gekonnt verwoben. Zwischen Intrigen, Gefangenschaft und Unwissen entwickeln sich beide weiter und verändern sich.

Was mich so sehr an diesem Buch fasziniert, sind die Charaktere. Sie alle könnten unterschiedlicher nicht sein und entwickeln sich mitunter in Richtungen, die ich beim Lesen nicht erwartet hatte. Genaue Einschätzungen der Charaktere sind am Anfang kaum möglich, denn eines zeigt Sanderson in seinem Buch doch sehr deutlich: Der Schein trügt, Einschätzungen können falsch sein.
Ohne spoilern zu wollen ist das für mich am offensichtlichsten, wenn es um den „Bösewicht“ des Buches geht. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel der Charaktere angetrieben verändert sich die Form dieses Bösewichts immer wieder.

Auch faszinierend ist die Form der Magie, die Sanderson hier benutzt hat. Jeder Mensch besitzt von Geburt an einen „Hauch“ oder ein „Biochroma“. Dieses kann sowohl erweitert als auch weggegeben werden, ohne dass der Mensch stirbt. Allerdings beeinflusst der Hauch sein Gespür für Farben, Töne und andere Menschen. Während Menschen mit viel Hauch die Welt um sich herum sozusagen zum Glühen bringen, kommt Menschen ohne Hauch die Welt dumpf vor. Der Hauch ist aber nicht nur zum Schön-Sein gedacht. Mit genügend Übung kann man damit leblose Dinge erwecken und sie Befehlen folgen lassen. Sogar Leichen können erweckt werden.
Der Hauch ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Durch ihn sind die vom Tod zurückgekehrten Götter gekennzeichnet und er begründet die Macht Hallandrens.


Ich finde es schwierig, dieses Buch zu beschreiben, ohne etwas über die Geschichte zu verraten. Deshalb sei jeder Leser gewarnt. ;)
Die für mich interessantesten Charaktere waren der Söldner Denth und Vascher mit seinem Schwert Nachtblut. Beide waren für mich anfangs schwer einzuschätzen und haben sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht geahnt hatte. Ihr wichtigster Verbindungspunkt ist wohl Prinzessin Vivenna, die beiden zeitweilig hilft. Überhaupt fand ich Vivennas Beziehungen zu den beiden sehr interessant.
Vivenna ist ebenfalls ein Fall für sich. Anfangs konnte ich sie gar nicht leiden. Sie war überheblich, stolz und dabei so dumm, dass ich mir oft überlegt habe, ob ich das Buch nicht einfach weglegen sollte. Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe. Vivennas Motivation am Anfang rührt daher, dass sie eigentlich diejenige hätte sein sollen, die den Gottkönig heiratet. Die Aufgabe fiel Siri zu und Vivenna war auf einmal unwichtig. Das war ihr treibendes Element, sie wollte wieder wichtig sein. Mit der Zeit ändert sich das jedoch.
Auch der Gottkönig ist ganz anders, als man erwarten könnte. Diese andere Seite an ihm entdeckt man jedoch nur, weil Siri nicht folgsam sein konnte.

Ich muss sagen, dass mir die Charaktere durchgängig gefallen haben. Das ist selten bei Büchern. Irgendwo gibt es sonst immer einen, den ich nicht mag. Hier jedoch konnte ich sie verstehen, mit ihnen fühlen und das hat ziemlich viel ausgemacht.
Der Shipper in mir hat sich übrigens auch zu Wort gemeldet. So viele Möglichkeiten, so viele Charakterbeziehungen. Um es mit Nachtbluts Worten zu sagen: „Du magst Vivenna auch!“ ;)


Insgesamt ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Kaum eines hat mich in letzter Zeit so mitgenommen wie „Sturmklänge“. Wer Fantasy mag, sollte es sich in jedem Fall mal anschauen.

"Sturmklänge" bei Amazon

Freitag, 22. Oktober 2010

Other World Journeys

... oder warum ich so gerne Fantasy lese.

Ich habe den Blog hier schon eine Weile nicht mehr beachtet - seit Januar um genau zu sein - und habe nicht wirklich eine Entschuldigung dafür. Außer, dass ich nicht wusste, was ich schreiben sollte. Weder hier noch im Allgemeinen.
Inzwischen habe ich aber wieder angefangen zu schreiben und wollte mich auch hier wieder mal melden.

Im Rahmen unserer Abi-Vorbereitung und des Themas "Erörterung" haben wir uns im Deutsch-Unterricht letztens über Fantasy-Literatur unterhalten.
Die überschwemmt ja im Moment den Markt, der sowieso schon überschwemmt wird, fast. Dabei ist mir doch aufgefallen, dass diese Überschwemmung - obwohl vermutlich begründet - doch mitunter gar nicht nötig ist. Meine beste Freundin beispielsweise liest lieber realistische Romane, mitunter sogar Biographien, und meine Mutter kann sich mit der Fantasy ungefähr genauso sehr anfreunden wie mit Computerspielen oder Gimp. ;P

Ich allerdings liebe Fantasy-Bücher. Aber warum eigentlich?
Darüber habe ich vorher noch nie so wirklich nachgedacht. Ich musste bis jetzt ja schließlich noch keine Erörterung zu dem Thema verfassen...
Fantasy ist inzwischen ein so großes Genre geworden, dass man es kaum noch überblicken kann. Von Urban Fantasy bis Epic Fantasy, von Harry Potter bis Herr der Ringe, von Apokalypse bis Mittelalter. Was heute so alles als Fantasy verkauft wird, ist mitunter wohl kaum als solche aufzufassen.
Gerade nach Stephenie Meyers Erfolgen wird der Markt durch mehr schlecht als recht verfasste Vampir-Romanzen und dergleichen gekennzeichnet. Da steckt für mich allerdings nicht viel Fantasy drin. Nur weil es Vampire nicht wirklich gibt, ist es noch lange kein Fantasy-Roman.
Fantasy, das heißt für mich: Unbekannte Welten, Magie und Mysterien, Monster, Dämonen, Hexen, Zauberer, Zwerge und Elfen. Es heißt, dass Helden geboren werden und Welten gerettet werden müssen. Dabei muss der Hintergrund nicht immer mittelalterlich aufgezogen sein, doch es muss verzaubern. Auch Urban Fantasy kann das, doch ich hab es noch nicht in dem Maße angetroffen, wie in der Epic Fantasy.
Und da liegt auch der Grundstein meiner Liebe zur Fantasy. Ich habe keine Ahnung mehr, wann ich Kai Meyers "Fließende Königin" Trilogie bekommen habe. Aber ich denke, mit der Reihe war genau dieser Grundstein gelegt. Es folgten viele weitere Romane und inzwischen ertappe ich mich dabei, wie ich in einen Buchladen gehe und sofort das Fantasy-Regal anstrebe. Ich schaue mich kaum noch bei den Romanen um, obwohl ich eigentlich immer sehr vielseitig gelesen habe. Das letzte gelesene Buch, das nicht in die Kategorie Fantasy fällt, ist schon einige Zeit her und wurde mir von meiner Ma geschenkt.

Fantasy ist faszinierend, bezaubernd und verschlingend. Ich bin kein Dieb, ich bin kein Meuchelmörder und ich habe nie in einem Land namens Hallandren gelebt, in dem Menschen als Götter wiedergeboren werden können. Doch die Fantasy lässt mich genau in diese Rollen schlüpfen. Sie lässt mich Länder sehen, von denen ich nie geträumt hätte und Prüfungen bestehen, die ich sonst nie bestehen könnte. Mich faszinieren fremde Länder und fremde Sitten. Was könnte fremder sein als ein völlig fiktives Land?
Das ist es, was mich die Fantasy so lieben lässt.

Hallandren ist übrigens der Handlungsort von "Sturmklänge", was ich gerade lese. Wenn ich fertig bin, kommt vielleicht sogar ne Review. ;)

Montag, 11. Januar 2010

Von Plot-Bunnies, Assassin's Creed und Fremdsprachen

Hallo ihr Lieben!

Zuerst mal möchte ich für mich selber einen kleinen Endspurt-Countdown anfangen. Am 15.02. ist es nämlich endlich soweit und das Spiel, auf das ich als armer PCler nun schon seit November warte, kommte endlich raus. Assassin's Creed 2 soll ja angeblich noch besser sein, als der Vorgänger und ich bin schon mächtig gespannt darauf.
Fragt sich, ob Ezio besser ist, als Altair oder nicht ... Aber in jedem Fall spielt ja Leonardo DaVinci mit, was ich ziemlich cool finde. Ich habe mich bis jetzt von großartigen Spoilern außer den Ubi-Trailern ferngehalten und hoffe, dass das lange Warten sich auszahlen wird. Meine lieben Eltern, ihr wisst ja, was damit auf dem Geburtstagswunschzettel steht. wink

Ansonsten schreibe ich im Moment nicht viel, sondern schlage mich eher mit Ideen rum. Eher gesagt mit einer Idee, die ich gerne umsetzen würde und die mir im Moment recht wirr im Kopf umher schwirrt.
Es geht um Glas und Stahl und Bücher und die Farben blau und weiß ... und noch um einiges mehr, was nicht verraten wird. :D
Ich glaube, ich habe mich nie lange mit Vorbereitung befasst. Ich wils jetzt einfach mal versuchen, mit Plot-Bunnies und Ideen-Ausarbeitung und Notizen-machen usw. Mal sehen ob und was dabei heraus kommt.

Außerdem brauch ich fürs Studium später noch ne zweite moderne Fremdsprache ... verdammtes Latein, warum habe ich dich gewählt ... und müsste damit eigentlich einen Volkhochschulkurs machen, wobei mir dazu die Motivation fehlt. Wenn ich nur meine Freundin höre, wie sie sich über die Spezis in ihrem Franz-Kurs beschwert ... Vielleicht könnte ichs mir ja sogar selber beibringen, sind ja einige Wörter ins Lateinische zurückzuführen ... Ach ja, die Sprachen. Mal schauen. Erstmal kommt England im Sommer, wenn wir das noch auf die Reihe kriegen ;) und dann sehen wir weiter.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Making Christmas ...

Huch, letzter Post vor gut zwei Monaten?
Na ja, viele kreative Ergüsse gibt es im Moment bei mir nicht. Zu viel Stress mit den ganzen Klausuren (zwei Wochen noch, der CountDown läuft) und zu viel Spaß mit Dragon Age (und Zevran Cheesy Grin).
Eigentlich fehlt ja noch ein Review zu "Beyond The Shadows", das werd ich demnächst mal verfassen.

Der eigentliche Grund, diesen Blogpost zu verfassen, hat mir allerdings meine liebe Mama gegeben. Da wir uns heute mehr oder weniger über die "wunderbaren" Weihnachtslieder unterhalten haben, die ja jetzt wieder rund laufen. Eigentlich nicht weiter schlimm, sollte man meinen ... Wenn da nicht jemand wäre, der durch diese Lieder nen Ohrwurm kriegt und sie den Rest des Tages singt ... Mir fiel in jedem Fall "Nightmare before Christmas" wieder ein, im Speziellen der Song "Making Christmas", den ich meiner lieben Mutter ja mal vorspielen wollte. Also hier für dich, Jack und die anderen Leute aus Halloween Town:



Damit wäre das dann wohl erledigt. ;)
Gibt übrigens auch ne tolle Version von Rise Against davon, sehr hörenswert.

Ansonsten gibt es bei mir, wie gesagt, nicht sonderlich viel zu erzählen, auch wenn ich mir gerade zwei von Larissas besonders intelligenten Mitschülerinnen anschaue. In dem Sinne: "Grüße an alle Outsider" :D

Ich wünsche euch auch noch einen frohen ersten Advent! Bye

Dienstag, 13. Oktober 2009

Where Shadows lie and we don't fall asleep

"The perfect killer has no identity, but many faces."

Zweites Buch der Night Angel Trilogie durchgelesen, drittes in der Hand, aber noch nicht angefangen. Mein kleines Review gibts heute.

Kleine Notiz am Rande, der erste Band, zu deutsch "Der Weg in die Schatten", kommt irgendwann demnächst auch auf deutsch raus: Amazon

Aber nun zu "Shadow's Edge" ...

Inhaltsangabe (mal wieder Klappentext):

Kylar Stern hat das Leben eines Meuchelmörders aufgegeben. Als Folge des Staatsstreichs des Gotteskönigs sind sowohl sein Meister, als auch sein bester Freund gestorben. Sein Freund war Logan Gyre, Erbe des cenarischen Throns, aber nur wenige der Herrscherklasse überleben, um den Verlust zu beklagen. So beginnt Kylar von Neuem: Eine neue Stadt, neue Gefährten und ein neuer Beruf.
Doch als er erfährt, dass Logan noch am Leben sein könnte, gefangen und versteckt, steht Kylar vor einer unmöglichen Wahl: Er könnte den Weg der Schatten für immer verlassen und Frieden mit seiner jungen Familie finden. Oder Kylar könnte sein Talent der Vernichtung, das jahrelange Training, nutzen, um seinen Freund und sein Land zu retten - und alles verlieren, was ihm wichtig ist.

Meine Meinung:

Im Prinzip gefällt mir das zweite Buch genauso gut wie das erste. Es ist spannend, lässt sich gut lesen und verspinnt die Geschichten der verschiedensten Charaktere.
Allerdings ist zu sagen, dass Kylar - vor allem im Zusammenhang mit Elene - mich am Anfang mächtig genervt hat. Sind seine Probleme zwar verständlich, so stört mich doch, dass er gleich am Anfang so leichtfertig aufgibt, was doch im ersten Buch sein Lebensinhalt war. Und das für ein Mädchen, dass er wenn man es genau nimmt, eigentlich gar nicht richtig kennt. An sich werden die beiden für mich sowieso nie füreinander bestimmt sein.
Als Kylar dann aber doch wieder den alten Weg einschlägt, war ich ziemlich froh und das machte mir das Buch auch wieder schmackhafter.
Ein ganz großer Minuspunkt ist jedoch, das im ganzen Buch Durzo Blint verständlicherweise fehlt - schließlich ist er ja tot. Trotzdem ist Kylar nicht halb so interessant wie Durzo ;-).

Lieblingscharakter:


Nachdem Durzo ja das Zeitlich gesegnet hat ... keine Ahnung. Wahrscheinlich Vi, die eine sehr interessante Geschichte hat ... und Jarl.

Mittwoch, 23. September 2009

They killed Kenny! ... You Bastards!

South Park, anyone? :kenny:
Egal, wie man sieht ... komplettes Revamp dieses lieben netten Blogs. Colour your life, halt.
Ich hab auch ein paar neue Gadgets angefügt ... ja, Larissa auch MM smirk

Und ich hab sogar zum Blog meiner herzallerliebsten scrapverückten Mutter nen Link angefügt. Klickt ruhig, wenn ihr wollt.

Ansonsten habe ich im Moment mit einigen Problemchen, was "Animal I have become" betrifft, zu kämpfen.
Zum einen weiß ich im Moment wirklich überhaupt nicht, wohin die Geschichte führen soll. Ich hab Ideen, was ich einbauen will, bin mir aber nicht sicher wie. Und Tyler in der Ich-Person zu schreiben fällt mir momentan etwas schwer. Ich will aber eigentlich nicht einfach den POV ändern und da liegt das Problem.
Zum andern gefällt mir meine letzte geschriebene Szene irgendwie in ihrer jetzigen Form rein gar nicht.
Dazu würde ich aber euch gern befragen. Ich bitte also diesmal wirklich um ein paar Kommis, Meinungen und vor allem Vorschläge, weil mir im Moment genau das fehlt.

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Diego und Linda ließen mich wünschen, Alex wieder in meiner Nähe zu haben. Diese tauchte jedoch nicht mehr auf. Das ließ mich die Beziehung der drei mehr und mehr hinterfragen. Es gab irgendwas, was ich nicht wusste – dessen war ich mir sicher. Doch genauso war ich sicher, dass mir niemand etwas verraten würde.
Zusätzlich dazu hatte ich mehrere blaue Flecken, da Linda ihr Vorhaben wahr gemacht hatte, mit Unterstützung von Diego. Eines hatte ich schmerzhaft gelernt – er würde mir nicht die Gelegenheit geben, ihr auch nur ein Haar zu krümmen.

Nyx’ Geburtstag rückte näher, ohne dass ich ein Geschenk gefunden hätte, das passend wäre. Der Abend des 23. Februar brachte mich schließlich allein vor Nyx Tür. Es war die einzige Gelegenheit ohne Diego das Haus zu verlassen.
Überraschenderweise war Nyx auch an diesem Abend allein. Hatte er wirklich niemanden, mit dem er zumindest seinen Geburtstag feiern konnte?
Die Freude über meinen Besuch war ihm jedoch deutlich anzumerken. Ich folgte ihm ins Wohnzimmer.
„Ich hab leider kein Geschenk für dich …“, ließ ich kleinlaut verlauten. Er lachte nur.
„Ty, dass du hier bist, reicht doch. Wo warst du überhaupt in den letzten Tagen, ich hab dich gar nicht gesehen.“
„Glaub mir, es gibt Dinge, die du nicht wissen willst.“
„Alex?“
„So ähnlich.“ Er schien zu verstehen und fragte danach nicht weiter. Stattdessen erzählte er, dass er an diesem Tag mit seiner Mutter in einem Restaurant war. Offensichtlich sahen die beiden sich selten, weshalb es ein besonderes Ereignis war.
Ich lehnte mich lächelnd zurück. Unterhaltung war mit Diego und Linda ein unmögliches Unterfangen. Auch deswegen war mir dieser Abend mehr als willkommen gewesen.

„Vielen Dank, dass du gekommen bist.“
„Ist doch selbstverständlich – an deinem Geburtstag und so …“
Wir standen uns gegenüber. Ich hatte mich gegen die Tür gelehnt – bereit, aber noch nicht so ganz gewillt, zu gehen.
„Und es tut mir Leid, dass ich kein Geschenk für dich hatte.“
„Ich hab doch schon gesagt, dass mir das gar nichts ausmacht.“
„Gibt es denn wirklich nichts, was du dir wünschst? Ich könnte es dir später geben …“
Stille. Nyx schien irgendwie nervös zu sein. Nervöser als sonst in jedem Fall.
„Dann gäbe es vielleicht doch etwas … Kannst du die Augen zu machen?“ Verwirrt tat ich, was er mir gesagt hatte. Einen Moment später legten sich seine Lippen auf meine – langsam, sanft, abwartend. Es überraschte mich mehr als ich je zugeben würde. Doch bevor ich mir überhaupt darüber klar werden konnte, was ich tat, hatten wir schon Positionen getauscht. Der Kuss war nun auch um einiges weniger sanft. Was tat ich da überhaupt?!



Wie gesagt, irgendwelche Ideen? Wenn ja hinterlasst einen Kommi oder kontaktiert mich irgendwie anders, ich bin für Vorschläge offen.

Sonntag, 13. September 2009

Walking thru barbed wire ...

Weil ich gerade Lust habe, gibt es noch ein bisschen was zu Lesen.
Ich weiß einfach nicht, ob ich die Geschichte wirklich zur FS machen will, oder lieber einfach so veröffentlichen. Der Teil ist auch mehr oder weniger aus der Mitte des bis jetzt geschriebenen gegriffen.
Meinungen sind natürlich willkommen. :writer:

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Malik alAbdya war kein Mann der seine Aufträge nicht gründlich beendete. Im Gegenteil war er bekannt dafür, die ihm gestellte mit penibler Genauigkeit auszuführen. Kaum tropfte Blut, das für den Erfolg nicht zwingend notwendig war. Auch aus diesem Grund war der Attentäter für die Bruderschaft ein willkommenes Hilfsmittel. Er wusste, dass das auch seinen Tod bedeuten konnte, sollte er nicht mehr gebraucht werden. Vor allem hatte er gelernt, die Hintergründe seiner Aufträge nicht mehr als notwendig zu hinterfragen. Er bekam die Informationen, die er brauchte – andere Dinge interessierten ihn nicht.

Peris Reaktion auf sein Messer erkannte er mit einem gewissen Interesse als ein Talent, das dem Mädchen vielleicht einmal viel hätte nutzen können. Die Leichtigkeit, mit der sie der tödlichen Klinge auswich hätte viel versprechend sein können, hätte sie nicht bedauerlicherweise in dieser Nacht sterben müssen.

Malik hatte nicht vor, sie am Leben zu lassen – doch er war gewillt, ihr den Glauben zu lassen, diese Möglichkeit bestünde. Er spielte eigentlich nicht gerne mit seinen Opfern, für ihn mutete diese Art des Tötens tierisch an, etwas, zu dem sich nur der niederste Meuchelmörder hinreißen lassen sollte. Er war kein Jäger, kein Wolf oder Tiger, er war ein Geschäftsmann.

Dennoch, dieses eine Mal ließ er sich zu ebendiesem Spiel hinreißen. Er setzte sich, statt das Mädchen noch einmal anzugreifen, auf den Teppich und bedeutete ihr, sich ihm gegenüber niederzulassen. Nach einem kurzen Zögern tat sie ebendies. Innerlich schüttelte Malik mit dem Kopf. So gutgläubig, so naiv. Was haben diese Frauen mit dir gemacht, Kind?

„Du scheinst sehr geschickt zu sein, Mädchen. Die Bruderschaft hat dich beobachtet. Du bist ihnen ein Dorn im Auge. Ich bin hier, um das zu beenden.“ Das Mädchen fuhr erschreckt zurück. Sicherlich wusste sie nichts von der Bruderschaft. Malik musste fast lachen. Die Huren hatten das Waisenkind vor allem geschützt, was ihr hätte schaden können. Dennoch würde sie diese Nacht nicht überleben. Es lag eine Ironie darin, dass man sie vor ebendem geschützt glaubte, was sie töten würde.

„Was wollt ihr von mir? Ich erwartete einen Edelmann, keinen Mörder. Die Götter stehen mir bei.“ Ihre letzten Worte waren geflüstert, doch der Attentäter hörte sie. Er musste sich eingestehen, dass ihre Naivität fast liebenswert wirkte. Trotz ihrer Herkunft hatte sie niemals die Härte und Ungerechtigkeit dieser Welt zu spüren bekommen.

„Es gibt keine Götter, die dir beistehen könnten, Mädchen. Falls es sie jemals gab, so haben sie diese Welt schon längst verlassen. Du suchst vergeblich nach einem Hirngespinst. Man hat dein Ende beschlossen – niemand wird dich davor retten können.“

„Wie könnt ihr so etwas sagen? Was habe ich Falsches getan? Sagt es mir und ich werde es nie wieder tun!“

„Ich weiß nicht, was das Missfallen der Bruderschaft erregt hat. Ich weiß nur, was mein Auftrag ist.“

Montag, 7. September 2009

All because of you I believe in Angels ...

So, da Larissa es ja lesen wollte, und da dieser Blog bis jetzt noch keinen Matt/Mello-Eintrag besitzt, habe ich eine kleine Schreiberei aus dem Englischunterricht für euch.

Thema war es, einen Brief an jemanden zu schreiben, der versucht hat, Selbstmord zu begehen. Wie ich dabei auf MxM gekommen bin? Fragt mich was Leichteres. ;-) Matty und Mells sind halt doch immer in meinem Kopf.
Bevor jetzt einer von euch was sagt, der Text ist in jedemfall etwas AU, schon allein wegen der Eltern. Aber ich wusste in dem Moment nicht, wie ich es anders lösen sollte, ohne dass das Ganze total sinnlos auf jeden Verständigen wirkt (Roger? Near? ne, sicher nicht). Mello hört sich auch leicht OOC an, aber egal.
Ich bin in jedem Fall froh über meine 15 Punkte, die ich dafür bekommen hab und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Und denkt an die Kommi-Funktion des Blogs ;-)

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Dear Matt,
I got a call from your parents today. They were crying and said that you are in hospital. They said you tried to cut your wrists open and swallowed the pills in the medicine cabinet. I’m asking myself whether that is my fault? Did you do this because I left, because I didn’t say goodbye? You know I had to do so. It wasn’t my choice to make. If I could have done so, I would have taken you with me. I thought you knew that. As I write this I’m trying to decide, if I should come back. Would you even want me there? I always thought you were stronger than I am. You listened to my problems and rarely talked about yours. Should it have been the other way around? Should I have listened to you more? I know, I haven’t always done everything right, but … You know I always cared for you, right? The weeks I have been away from you were hard for me, too. I missed you. Of course I still do. I listened to your messages again and again. I wanted to call you, I really did, but I couldn’t. I wasn’t allowed to do so. That’s the reason why I am writing this letter instead of sitting in a plane to London.
When you get this letter and still want me around then please call me. I promise, I will be there as soon as possible.
There is something I want to tell you, Matt. I have wanted to tell you for some time, but I was always too afraid. This might not be the right time and maybe I should tell you in person – I promise, I will do so someday – but this is easier for me. What I wanted to tell you was that I love you. I really do. You always were the only person who cared enough to try and understand me. You can be really infuriating sometimes, but I couldn’t help but fall for you. And maybe, just maybe, you feel the same way. God, I think we’re strange, aren’t we? I started writing this because you tried to kill yourself and now I turned it into a letter about me and our relationship. I didn’t want to do so, I hope you know that. But anyway, I think you understand what I’m trying to say. I hope you’ll forgive me for what I have done to you and that you’ll call me. Please remember that I care about you and don’t do something stupid like that again, okay? I will buy a plane ticket now and come back. Please wait for me.
Love, Mello

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Freitag, 4. September 2009

There's a prophet on the mountain ...

Noch ein Update heute, aber diesmal Geschreibsel von mir.
Das Ganze ist mehr oder weniger eine Plotidee, vielleicht gefällt sie euch ja.
Der eine oder andere Kommi wäre nett, dazu braucht ihr nicht angemeldet zu sein. :-)

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Die Stadt schlief schon, als eine Mutter mit letzter Kraft zu den Göttern betete, ihr Kind möge verschont bleiben vom Übel der Welt, in das es hinein geboren worden war.
Vater, der als einziger das offizielle Recht hatte, das Kind zu benennen und damit in die Gesellschaft einzuführen, für die es bestimmt war, war das Kind verdammt, ein Namenloser zu werden. Die Namenlosen – Huren, Sklaven, Bettler, Diebe – die Ausgestoßenen der Gesellschaft, doch ebenso Teil davon wie alle anderen.
Dieses Mädchen war als eine der Namenlosen geboren worden. Eine Waise, ohne Mutter oder Vater, aufgezogen von den Huren und Dieben, gerettet vor Sklaventum und Tod. Sie war ein Mädchen mit braunem Haar, feenhaft und von den Ausgestoßenen geliebt und behütet.
Sie nannten sie Peri und dies ist ihre Geschichte.

It's Time to turn the Tide

"The perfect Killer has no friends - only targets."

Wer mal auf die rechte Seite geschaut hat, hat bemerkt, dass ich "The Way of Shadows" von Brent Weeks gelesen habe. Hier kommt nun meine Meinung zu dem Buch.

Erstmal - ich habe keine Ahnung, wie sich das Buch auf deutsch liest, oder ob es das überhaupt schon auf deutsch gibt, da ich die englische Version gelesen habe.
Diese hatte ich im März in einem Buchhandel in London entdeckt, mir am Ende über amazon bestellt und gelesen.


Kleine Inhaltsangabe zum Buch (geklaut von Amazon und schnell mal übersetzt):

Der perfekte Killer hat keine Freunde. Nur Ziele. Für Durzo Blint ist Ermordung eine Kunst. Und er ist der beste Künstler der Stadt, seine Dienste werden von den Gassen bis zur höfischen Gesellschaft genutzt.
Für Azoth ist das Überleben schwierig. Etwas, das man nicht für selbstverständlich hält. Als eine Gildenratte ist er in den Slums aufgewachsen und musste auf die harte Tour lernen, die Menschen schnell zu beurteilen - und Dinge zu riskieren. Dinge, wie sich von Durzo Blint ausbilden zu lassen.
Aber um angenommen zu werden, muss Azoth seinem alten Leben den Rücken kehren und eine neue Identität annehmen. Als Kylar Stern muss er lernen, die Welt der Mörder, aus gefährlicher Politik und Magie, zu lenken - und ein Gespür für den Tod zu finden.


Meine Meinung:


Es ist in jedem Fall ein klasse Buch. Sehr spannend und liest sich sehr leicht. Allerdings sind die Themenbrüche manchmal doch etwas zu stark und man hüpft von der Geschichte eines Charakters auf einmal zu der eines anderen.
Die Charaktere sind aber meiner Meinung nach klasse geschrieben. Man erfährt nicht nur die Sichtweise von Kylar, sondern auch die von den anderen handelnden Personen.
So erfährt man nicht nur über Kylars Schicksal etwas, sondern auch über die politische Situation des Landes Cenaria, das offiziell durch einen König regiert wird, doch im Hintergrund zieht die Sa'kagé die Fäden.
Es ist eine Welt, in die ich gerne eingetaucht bin, die ich persönlich serh fesselnd fand.
Kylars Geschichte wird außerdem durch seine Liebe zu Elene getragen, die aber nie zu sehr im Vordergrund steht.

Alles in allem ein sehr interessantes Buch, das ich vor allem Fantasy-Fans empfehlen würde.


Lieblingscharakter:

Definitiv Durzo Blint.
Er ist manchmal etwas verrückt und schwer zu verstehen, aber ich persönlich finde ihn wirklich klasse.